Papenburg-Aschendorf

CDU Papenburg begrüßt Bildung eines Beirates für Menschen mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen – erste Maßnahmen schnell umsetzen

„Die CDU-Fraktion begrüßt die Bildung eines Beirates für Menschen mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen und will erste Maßnahmen schnell umsetzen“, erklärten die stellvertretene Fraktionsvorsitzende Andrea Plock und Ratskollege Andreas Thomes in einer gemeinsamen Presserklärung nach dem Auftakttreffen zur Bildung des Beirates. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:

„Immer mal wieder gibt es Termine, die einem im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnen können. Es wird einem bewusst, wie wichtig der eigentliche Dialog mit Betroffenen, das Hineinhören in den einzelnen Bürger und die Kommunikation auf Augenhöhe sind. Am 30.05.2022 fand ein solcher Termin statt, der dazu führte, dass man auf Augenhöhe kommuniziert oder vielmehr: Einfach mal zuhört! Menschen mit Beeinträchtigungen berichteten eindrucksvoll von ihrer Sichtweise über das Leben in der Stadt Papenburg.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Andrea Plock nahm an diesem wichtigen Termin teil. Es gab bereits einen Vorgänger dieses geplanten Beirates, unter Leitung von Leo Schwarte. Diesen nach der Initiative der Stadt Papenburg „neu“ aufzulegen und eine Interessenvertretung für Menschen mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen zu bilden, kann daher nach den Eindrücken des ersten Treffens aus Sicht der CDU Papenburg nur gefördert werden.

Über viele Jahre hinweg agiert zudem Ursula Mersmann (CDU) nun schon als Behindertenbeauftragte des Landkreises und setzt sich für die Menschen ein und zeigt Missverhältnisse in Bezug auf die Lebensqualität eben dieser auf. Trotzdem müssen wir nach dem Dialog konstatieren, wir tun zu wenig für beeinträchtigte Menschen in Papenburg.

Bereits bei dieser ersten Zusammenkunft haben sich über 50 interessierte Menschen mit berechtigten Forderungen an Politik und Verwaltung gewandt. Das leidige Thema, des immer wieder defekten Fahrstuhls auf dem Bahnhof ist dabei nur die Spitze einen weitaus vielschichtigeren Problems. Papenburg ist zu wenig Barrierefrei! Papenburg ist nicht Behindertenfreundlich genug!

Egal ob Radwege - dessen bestehendes Sanierungskonzept noch immer nicht umgesetzt wurde, obwohl es doch eigentlich schon längst fertig ist –, fehlende Signale an Ampeln, undeutliche Durchsagen am Bahnhof, kaum öffentliche Verkehrsmittel und schlechten Zugang zu den wenigen die überhaupt fahren, durch bspw. fehlende Rampen für Rollstuhlfahrer. Auch der Wunsch nach einem höheren Angebot öffentlicher Toiletten im Stadtgebiet wurde mehrfach geäußert. Barrierefreie Websites und verständliche Hinweisschilder in einfacher Sprache für eine gelingende Kommunikation runden die Wünsche der Betroffenen ab.

Im Austausch mit Ratsmitglied Andreas Thomes konstatierten beide, dass es viel zu tun gibt und man nicht warten kann, bis man familienfreundliche Kommune wird, wenngleich dieses Vorhaben dennoch zu begrüßen ist. Selbstverständlich kann die Verwaltung die Belange der Deutschen Bahn nicht regeln. Ein weiteres Nachbohren nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein! ist dennoch angezeigt.

Was die Politik jedoch laut Thomes und Plock zügig machen kann - und das zeigt ein aufmerksames Verfolgen der Diskussion in den sozialen Medien, aber auch der Dialog mit den Betroffenen selbst - ist gerade auch für Familien mit beeinträchtigten Kindern ein Angebot zu schaffen. So sind beispielsweise Spielgeräte für eben diese Kinder auf öffentlichen Spielplätzen, aber zumindest zunächst im Stadtpark und unter Zuhilfenahme von Fördermitteln aus Stiftungen oder ähnlichem zu prüfen und dann anzuschaffen. Einen entsprechenden Antrag wird die CDU-Fraktion also bereits bei der nächstmöglichen Sitzung des Ausschusses für Jugend und Sport stellen und diesbezüglich auf schnelle Umsetzung hinweisen.

Für die CDU-Fraktion: Andrea Plock (stellv. Fraktionsvorsitzende) und Andreas Thomes (Ausschussmitglied Jugend und Sport und Stadtverbandsvorsitzender)