Papenburg-Aschendorf

CDU will Papenburger Klinik finanziell unterstützen

Nach Förderzusage vom Land

Die CDU in Papenburg will die Entwicklung des Marien-Hospitals mit weiteren kommunalen Zuschüssen unterstützen, sieht aber auch die Klinik selbst in der Pflicht.
Nach der Zusage des Landes über Fördergelder in Höhe von 6,3 Millionen Euro klafft bei den geplanten Investitionen noch eine Deckungslücke von 1,3 Millionen Euro, die laut Stadtratsfraktion „in gemeinsamer Anstrengung von Hospital, Landkreis und Stadt geschlossen werden muss“. Gleichzeitig appellierte CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann Wessels in einer Pressemitteilung an die Menschen in Papenburg, weiterhin zu „ihrem“ Krankenhaus zu stehen. Auch unter Beteiligung der Bürger in der Stadt – beispielsweise über die Interessengemeinschaft „Starkes Marienkrankenhaus“ – sei es gelungen, das Hospital nach der existenzbedrohlichen Phase vor rund fünf Jahren wieder auf einen guten Weg zu bringen. Anerkennung sprach er in diesem Zusammenhang gleichfalls den 900 Mitarbeitern des Hospitals für deren Mitwirken an dem Erneuerungsprozess aus. Jetzt gelte es, den erfolgreichen Kurs mit weiteren Verbesserungen in der medizinischen Versorgung fortzusetzen. In der Pflicht sieht der CDU-Fraktionschef dabei auch das Hospital selbst. Das Krankenhaus dürfe nicht allein auf Geldgeber von außen schielen, sondern müsse ebenfalls von sich aus einen Beitrag leisten, um den Standard der Versorgung für die Patienten zu erhöhen, meinte Wessels. Gleichwohl sei die Stadtratsfraktion dafür aufgeschlossen, Zuschussanträge des Marien-Hospitals auf politischer Ebene positiv begleiten zu wollen. Zwar seien die Perspektiven im Papenburger Haushalt ausgesprochen eng bemessen. Die Gesamtfinanzierung werde nach Einschätzung der CDU aber wohl kaum an der Ablehnung eines Investitionszuschusses durch den Stadtrat scheitern. Mit der Bewilligung von 6,3 Millionen Euro hatten der Krankenhausplanungsausschuss und der Sozialausschuss des Landes Ende vergangener Woche dem Marien-Hospital die Tür zum geplanten Umbau der Notaufnahme und der Kardiologie geöffnet. Die Vorhaben sollen nach Angaben der Klinik-Leitung im Herbst anlaufen. Als Bauzeit sind 15 Monate veranschlagt. Die Kosten beziffert das Hospital auf 7,6 Millionen Euro. Er hoffe, „dass mit der aktuellen Förderzusage auch der Weg frei ist für die weiteren Investitionen am Marien-Hospital“, richtete Wessels den Blick auf bereits in der Schublade liegende Planungen. Insgesamt hat das Papenburger Krankenhaus beim Land eine Fördersumme in Höhe von 23,8 Millionen Euro beantragt. Auf Notaufnahme und Kardiologie sollen als nächste Sanierungsschritte der Umbau und die Erweiterung der Intensivstation sowie Verbesserungen auf den Funktionsebenen folgen. In diesem Zusammenhang begrüßte die CDU-Stadtratsfraktion die Forderung von Landtagspräsident Bernd Busemann, der sich für den Aufbau einer neurologischen Abteilung mit 20 Betten am Marien-Hospital ausgesprochen hatte. Die zentrale Lage des Krankenhauses in einer Region, die bislang als weißer Fleck in der stationären Versorgung von Neurologie-Patienten dastehe, spreche für den Standort Papenburg, betonte Wessels und erhoffte sich eine baldige Entscheidung des Landes zugunsten des Antrags des Marien-Hospitals.